Digitale Nomaden – ohne mich! 

Digitale Nomaden spriessen gerade überall aus der Erde und der Trend wird so oft nachgeahmt, ohne dass es für alle wirklich passt. Dazu habe ich bereits einen Artikel verfasst: Ich bin sesshaft weil ich es will, nicht weil ich es muss.

Ich erlebe unter meinen Kundinnen und in meinem privaten Umfeld ebenso wie online immer wieder, dass besonders seit Ausbruch der Pandemie digitales Nomadentum als die einzig wahre Freiheit verschrien wird. Ich habe selbst zwei Monate von unterwegs gearbeitet und musste feststellen, dass es für mich nicht passt. Dieser Beitrag ist also keineswegs ein Plädoyer gegen digitales Nomadentum sondern eine Aufforderung, deinem eigenen Herzen zu folgen.

Es ist okay, in einem Angestelltenverhältnis zu sein und das zu wollen

Ich habe in meinem Umfeld Menschen, die klar sagen, dass sie in einer Anstellung glücklicher sind. Das ist völlig legitim und man kann sich ein Angestelltenverhältnis so kreieren, dass es zum eigenen Leben und dem Freiheitsbedürfnis, das man mitbringt, passt. Es muss nicht jeder selbständig sein.

Du kannst analog selbständig sein

Wenn du mit deinen Händen arbeitest oder Face-to-Face mit Menschen, dann ist es nix mit einfach mal schnell verschwinden. Das ist völlig legitim, braucht es in unserer Gesellschaft und die erste Priorität ist, dass du deiner Leidenschaft nachgehst. Wenn du zum Beispiel Schmuck herstellst, brauchst du viel Material. Wenn du Autos reparierst eine grosse Werkstatt. Als Yogalehrerin einen Übungsraum. Und all das sind wundervolle Berufungen, die einfach nicht digital passen.

Du kannst mit deinem Zuhause verwurzelt sein

Ich persönlich bin seit einem Jahr Eigenheimbesitzerin und was soll ich sagen: Ich habe meine Wurzeln gefunden. Auch wenn der Van ein kleines Stück Zuhause birgt, ist es total legitim, sich an einen Ort zu binden und dort wohl zu fühlen. Heimat ist mehr als nur ein Haus oder eine Wohnung, aber man kann sich durchaus damit so verbinden, dass man sich auf Reisen irgendwann dahin zurückwünschst. 

Man darf Menschen vermissen – auch digitale Nomaden

Leider kann man nie alle seine Liebsten in einen Van packen oder in ein Flugzeug. Heute mit Handy bleibt man da natürlich in Kontakt, doch es ist einfach nicht dasselbe und ersetzt keine Nähe und persönlichen Gespräche. Deswegen ist es völlig legitim, Menschen zu vermissen wenn man gerade unterwegs ist. Da muss man entscheiden wie lange man das mag und wann man dann nach Hause zurückkehrt.

Das klassische Modell ist nicht tot – erst verdienen, dann reisen

Natürlich klingt es superromantisch, am Strand das Geld zu verdienen, doch der Fakt ist immer noch, dass es auch umgekehrt geht. Daheim erstmal das Geld zu verdienen und dann richtigen Urlaub zu machen und sich von der Arbeit zu erholen. Es gibt verschiedene Lebenspläne und das ist auch völlig richtig so. 

Digitales Nomadentum ist toll und bietet ein neues Level von Freiheit. Zumindest für Menschen, die ihre Arbeit mit einem Laptop oder Handy erledigen können. Doch es ist wie mit allen Trends, die besonders auf Social Media so sehr promotet werden. Er muss nicht für dich passen und sieht online manchmal einfacher und schöner aus als in Wahrheit. 

Facebook
WhatsApp
Twitter
LinkedIn
Pinterest

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hey, ich bin
Noëmi Caruso

Ich bin Unternehmerin, Gründerin und eine wie du. Auf diesem Blog teile ich meine Erfahrung mit dir, damit du deine Bestimmung leben sowie frei und glücklich sein kannst.

Weitere Beiträge für dich

Der Cashflow-Quadrant

Ihr werdet schon am einen oder anderen Beitrag von mir gemerkt haben, dass ich Robert Kyosaki ganz gut finde. Das spiegelt sich auch in meinen

Read More »